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28.04.2015

Wissenswertes

Kapital für gute Ideen

"Wann seid ihr profitabel ?" oder "Wie groß ist euer Marktpotenzial ?" sind Fragen, die Investoren stellen. Aber so weit muss man erst einmal kommen.

Am Anfang ist da eine Idee und die Hoffnung "das müsste doch eigentlich laufen". Doch wer aus einer Idee schon einmal ein Geschäftsmodell entwickelt hat, weiß, wie schwer die Fragen zu beantworten sind. Hilfreich ist ein Perspektivwechsel, der nicht das "Marktpotenzial", sondern die "Kostenseite" betrachtet. Oft ergeben sich hierdurch auch neue Schwerpunkte im Leistungsportfolio. Die Kombination beider Betrachtungen ist übrigens auch bei Investoren gerne gesehen. Aber selbst mit einem gut durchdachten Konzept sollte man sich von dem Gedanken verabschieden, dass Investoren mal eben 100.000 Euro oder mehr für den Start locker machen.

Was kann man also tun?
Die erste Alternative heißt "Gründen im Team". Das ist immer dann optimal, wenn jeder Teamplayer eine zusätzliche Kompetenz ins Startup einbringen kann, die Wertschöpfung erzeugt. Oft ist zu mehreren dann auch die Kapitalbeschaffung einfacher. Auch an "Familienfinanzierung", also Kredite von der Familie, sollte man denken. Wichtig ist nur, dass das geliehene Geld wirklich übrig ist und dass man sich ein Limit setzt, bei dem Schluss ist. Denn das Verlustrisiko ist bei Startups naturgemäß viel höher als bei etablierten Geschäftsmodellen. Klappt das alles nicht, muss fremdes Kapital her. Crowdfunding ist die bei Startups wohl derzeit populärste Alternative. Aber es gibt auch Förderungen für Gründungen aus der Hochschule und natürlich die Kredite der Förderbanken.

Alles in allem ein wirklich komplexes Feld. Hier muss man gut recherchieren, Experten fragen, die eigenen Grenzen kennen und vor allem nicht überstürzt und unüberlegt handeln. Für die erste Recherche hat das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg eine Übersicht möglicher Förderprogramme zusammengestellt.