Valeria - Gesundes für die Liebsten: Valeria GmbH produziert Babybreie

Gesunde Ernährung ist ihr Geschäft: Valeria Föll.

Valeria Föll hat mir ihrem Unternehmen Valeria GmbH den Gipfel erstürmt. Sie überzeugte die Jury des IHK-Gipfeltreffens mit ihrer Produktion von Babybrei und ging als Siegerin vom Platz. Seither hat sich einiges getan.

 

Auf die Frage nach dem aktuellen Stand ihres Unternehmens schmunzelt Valeria Föll, denn es gibt brandaktuelle Neuigkeiten. Anstatt ihr Unternehmen in der ehemaligen Schlecker-Filiale in Grosselfingen aufzuziehen, wird das Ganze gleich eine Nummer größer. Auf einem Grundstück, ebenfalls in Grosselfingen, plant sie nun eine Containerlösung. „Dort kann ich die Produktionslinie genauso aufbauen lassen, wie ich sie brauche, weil ich mehr Platz habe“, so Föll. So wird es zum Beispiel statt eines bisher geplanten Schockfrosters sogar einen Schockfrostertunnel geben, der die gekochten Babybreie innerhalb nur einer Stunde gefriert und gleich in das Tiefkühllager transportiert. Und Föll hat auch die Option auf Erweiterung: Für fünf Jahre hat die Gemeinde Grosselfingen ein angrenzendes Grundstück für sie reserviert.
Valeria Föll kann also durchstarteten. Anfangs wird sie noch viel in Handarbeit herstellen, aber auf Dauer wird alles automatisiert laufen. Denn was sich einfach nur nach Kochen anhört, ist in Wahrheit ganz schön anspruchsvoll. „In den einen Brei dürfen keine Klümpchen, im anderen sind sie erwünscht.“ Ihr Know-how zieht die Diplom-Ingenieurin für Ernährungstechnik aus ihrem Studium und dem Austausch mit der Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen, wo sie Bachelorarbeiten betreut. Zu Gute kommt der Mutter zweier Kinder natürlich auch die eigene Erfahrung.
Das Besondere an Fölls Breien: Um die Vitamine zu erhalten, dämpft Föll die Zutaten, püriert sie und friert sie sofort ein. Unter Einhaltung der Kühlkette gelangen die Produkte in den Handel oder werden im Umkreis von 40 Kilometern direkt zu den Eltern geliefert. Ein Online-Handel soll bald folgen. Für junge Eltern bietet Föll damit eine echte Alternative zu Gläschen und Selberkochen. Die ersten Breie hat die Jung-Unternehmerin schon hergestellt und zwölf Frauen zum Testen gegeben. „Sie waren durchweg begeistert“, berichtet sie.

Die ersten Schritte in die Selbstständigkeit hat Föll erfolgreich gemeistert. Zurzeit stecke sie mitten in der Gründungsphase und mache spannende Erfahrungen, sagt sie. „Männliche Investoren waren schwerer zu überzeugen, das wäre mit etwas Technischem als Geschäftsfeld vielleicht einfacher gewesen. Frauen denken anders, gründen anders.“ Und so hat Föll ungewöhnliche Strategien entwickelt, um ihre Kapitalgeber zu überzeugen. „Es kam schon mal vor, dass ich den Entscheidern Fisch aus der Dose vor die Nase gestellt habe und gesagt habe, sie sollen das jetzt einen Monat lang essen, um die Situation von Eltern und ihren Säuglingen zu verdeutlichen.“ Der Erfolg gibt ihr recht. Und damit ist der Weg frei für ihre unternehmerische Zukunft.