Mille Fiabe - Kunst im Glas: In Lebenstraum investiert

Die Objekte von Mille Fiabe zeigen kleine Welten im Maßstab 1:87. Sie wirken je nach Tageslicht und je nach Stimmung des Betrachters anders. Foto: Rafael KrötzFoto: PR

Von der Überlegung über die Erkenntnis bis zur tiefen Überzeugung - so beschreibt Katrin Ruoffner ihren Weg zu Mille Fiabe, und damit zu ihrer Selbstständigkeit. Die Designerin stellt unter ihrer eigenen Marke handgearbeitete Objekte für Innenräume her, von denen jedes seine eigene Geschichte erzählt und die jeder Betrachter auf seine eigene Art interpretieren kann. Ihre Darstellungen laden zum Träumen und vor allem zum Abtauchen aus der Wirklichkeit in andere Welten ein.

Was geschieht, wenn 15 Pinguine auf eine Blaskapelle stoßen? Wo will wohl die Giraffe mit dem Ruderboot an Land und wer hat ihr das funkelnde Collier geschenkt? Die Objekte zeigen die Entdeckung der Welt mit einem Schmunzeln, und zwar im Maßstab 1:87. Im Inneren von Glasgefäßen sind zierliche Elemente wie Miniaturfiguren, Menschen, Tiere, Bäume oder Boote so zusammengestellt, dass sie die Phantasie anregen. Allein der Markenname spricht für sich: Mille Fiabe kommt aus dem Italienischen und bedeutet "Tausend Märchen". Er vereint alle Objekte, so verschieden sie auch sind. Das Besondere an ihnen: Die geschaffenen Welten verändern sich je nach Tageslicht und wirken je nach Stimmung des Betrachters anders. Neuland, Anziehung, Weltenbummler, Sternwanderer, die Titel der Objekte regen den Gedankenfluss an, ohne in eine bestimmte Ecke zu drängen. "Eine Traumwelt für den Alltag", fasst Katrin Ruoffner ihre Produkte in wenigen Worten zusammen. Sie möchte ihren Kunden in der Hektik des Alltags Ruhe spenden und für Entschleunigung sorgen.

Der Weg zur eigenen Marke war für die Jungunternehmerin zunächst mit Hürden gepflastert. Auf den Entschluss, den Job als Designerin bei einem Automobilhersteller im Luxussegment aufzugeben und den Sprung ins kalte Wasser zu wagen, folgten Beratungen durch das Patentamt, Anträge für Zuschüsse, Lehrgänge und Coachings sowie der Aufbau wichtiger Netzwerke. Immer wieder tauchten ungeahnte Herausforderungen auf - sowohl beim Produkt selbst als auch bei der Organisation des logistischen Ablaufs und bei der eigenen Absicherung. Wie kann der Kunde sein Produkt pflegen? Wie gelangt es überhaupt zum Kunden? Wie muss es verpackt werden, damit das filigrane Produkt heil an seinem Bestimmungsort ankommt? Welche Versicherungen braucht ein Unternehmer? Und nicht zuletzt stand die große Frage der Finanzierung im Raum. Katrin Ruoffner deckte das Startkapital zum Teil durch staatliche Zuschüsse wie Innovationsgutscheine, zum Teil durch Ersparnisse und zum Teil durch eine Nebentätigkeit ab. All das sieht sie als Investition in ihren Lebenstraum. Und die harte Arbeit trägt schon seit einiger Zeit Früchte. Ruoffner hat bereits 15 Miniaturobjekte aus Glas, Edelstahl und Spiegelelementen kreiert, die sie von Tübingen aus vertreibt. Erhältlich ist Mille Fiabe über die Homepage www.mille-fiabe.de.