Freesy vermittelt Tech-Profis: Wer passt zu wem?

Die Gründer von Freesy in Reutlingen: Constantin Pfäfflin und Elias Waschin-Scholvin (rechts).Foto: PR

Freelancer sucht Unternehmen, Unternehmen sucht Freelancer? Mit ihrer neuen Web-Applikation "Freesy" bringen Elias Waschin-Scholvin, Constantin Pfäfflin und Michael Dollak Angebot und Nachfrage zusammen. Zurzeit läuft die heiße Entwicklungsphase.

Spezialisiert haben sich die drei Startup-Gründer auf die IT: In dieser Branche arbeiten Unternehmen häufig mit Freelancern zusammen, um flexibel zu bleiben. Dabei gestaltet sich die Suche nach geeigneten Freelancern für sie häufig schwierig. Genau hier setzt Freesy an. Sowohl Unternehmen als auch Freelancer können sich auf der eigens dafür geschaffenen Plattform registrieren und ein aussagekräftiges Profil anlegen. Herzstück des Portals ist ein intelligenter Matching-Algorithmus, der dafür sorgt, dass das jeweilige passgenaue Gegenstück gefunden wird. Für die Freelancer bietet Freesy zudem ein Rundum-Sorglos-Paket an: Es unterstützt bei der Projektverwaltung, bei der Zeiterfassung oder bei Abrechnungen. Gleichzeitig sollen die Freelancer sich über die Plattform weiterbilden und in einer Community bei Bedarf Projektteams bilden und zusammenarbeiten können. Ziel der drei Geschäftsführer ist es, dass alle Vorgänge automatisch ablaufen und nur wenig händisch in das System eingegriffen werden muss.

Die Idee für Freesy kam Waschin-Scholvin und Constantin Pfäfflin im vergangenen Herbst. Nach ihrem Studium der Medien- und Kommunikationsinformatik an der Hochschule Reutlingen war ihnen klar: Vor allem in der IT-Branche gibt es den Trend, dass der Arbeitgeber immer häufiger gewechselt wird, der Freelancer ist das Arbeitsmodell der Zukunft. Im August, nur ein knappes Jahr später, wollen sie mit ihrem Produkt an die Zielgruppen herantreten. "Wir werden erstmal Freelancer und Unternehmen ansprechen, Freesy vorstellen, Feedback einholen und dieses gleich in der Entwicklung berücksichtigen", so Waschin-Scholvin. Die komplette Funktionalität werden die Anwender dann einige Monate später nutzen können. Zu den beiden Informatikern gesellte sich im Laufe des ersten Jahres Michael Dollak. Der Betriebswirtschaftler kümmert sich primär um die wirtschaftlichen Aspekte des Startup-Unternehmens, brachte aber gleichzeitig neue Ideen und Input ein. Damit Freesy zum Selbstläufer wird, haben sich die drei Gründer ein spezielles Provisierungs-Modell ausgedacht: Wer Job-Angebote kennt, kann diese einstellen, wer andere Freelancer wirbt, erhält eine Provision.

Noch leben die Jung-Unternehmer von ihren Ersparnissen. Nebenbei zu arbeiten, kommt im Moment nicht in Frage, es gibt zu viel zu tun. "Wir arbeiten täglich zwischen acht und zwölf Stunden, da bleibt nicht mehr viel Zeit übrig." Die finanzielle Lage könnte sich bald entspannen, wenn Waschin-Scholvin, Pfäfflin und Dollak das Exist-Gründerstipendium erhalten würden, für das sie sich beworben haben. Die Förderung würde ein Jahr lang dauern und ihnen Luft verschaffen. Insgesamt sind sie auf einem guten Weg: Sie haben sich bereits Meinungen aus ihrem Umfeld eingeholt und viele positive Rückmeldungen bekommen. "Natürlich gab es auch negatives Feedback, aber das haben wir genutzt, um Freesy weiterzubringen", so Waschin-Scholvin.