Biametrics hat sich etabliert: Zeit für eigene Wege

Die Gründer der Biametrics GmbH: Dr. Florian Pröll und Dr. Günther Proll (l.).

Die Biametrics GmbH geht in ihr achtes Jahr seit der Gründung. Was als Spin-Off der Universität Tübingen begann, ist heute ein Unternehmen mit zehn Mitarbeitern. Unterstützung hatten die Gründer Dr. Florian Pröll und Dr. Günther Proll zu jeder Zeit durch ihren Mentor Professor Günter Gauglitz und eine externe Unternehmensberatung. Sie glaubten an das Unternehmenskonzept und vor allem daran, dass sich das Produkt am Markt durchsetzen würde.

Biametrics hat ein Analyseverfahren entwickelt, das Wechselwirkungen zwischen Biomolekülen ausfindig macht. Zum Einsatz kommt die Systemlösung in handlichen Geräten für die klinische Diagnostik, für die pharmazeutische Wirkstoffentwicklung oder für Sicherheitschecks auf Krankheitserreger, beispielsweise an Flughäfen. Um die Technologie noch besser vermarkten zu können, schloss Biametrics jüngst eine Kooperation mit der Berthold Technologies GmbH & Co.KG in Bad Wildbad ab. Pröll und Proll versprechen sich davon einen noch besseren Vertrieb weltweit. "Schließlich ist es für ein junges Technologieunternehmen wichtig, dass seine Produkte auch verkauft werden", so Proll.

Kennengelernt haben sich die beiden Geschäftsführer einst in der Forschungsgruppe von Professor Gauglitz an der Uni Tübingen. Seither liegt bereits ein weiter Weg mit vielen Meilensteinen liegt hinter ihnen. Dazu gehörten zu Beginn der Kauf und die Anmeldung von Patenten, die Fertigstellung von Produktlinien sowie die CE-Kennzeichnung. "Außerdem war es nicht einfach, die Finanzierung auf die Beine zu stellen, aber wir haben es geschafft", so Proll. Geholfen haben ihnen dabei der Hightech-Gründerfonds und ein Förderprogramm der LBBW. Mittlerweile ist Biametrics gewachsen und es steht ein Umzug in eigene Geschäftsräume, ebenfalls in Tübingen, bevor. Er birgt neue Chancen und Möglichkeiten und vor allem mehr Platz. Bisher war das Unternehmen noch an der Universität Tübingen ansässig, wovon es durchaus profitierte. Die Nähe zum Arbeitskreis für Physikalische und Theoretische Chemie brachte immer wieder Anstöße zur Weiterentwicklung, Biametrics konnte zudem Geräte der Universität mitbenutzen. "Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, eigene Wege zu gehen", so Pröll.